Gehackte Dienste

Opera meldet Einbruch in Sync-Server

Nutzer des Synchronisationsdienstes Opera Sync sollten ein neues Passwort für ihren Useraccount erstellen. Wie Opera mitteilt, sind die Server des Dienstes vor einigen Tagen gehackt worden. Man sei zwar schnell in der Lage gewesen, die Attacke zu unterbinden, doch gänzlich erfolglos war der Einbruch dennoch nicht. Es gebe Grund zur Annahme, „dass einige Informationen abgeflossen sind“, so Opera. Dies betreffe sowohl Login-Daten wie auch Passwörter von Konten des Synchronisationsdienstes.

Betroffene Nutzer bereits per Mail informiert
Der Datenverlust scheint allerdings größer zu sein als man bei Opera derzeit eingesteht. Darauf deuten zumindest die Handlungen des Hauses hin: Man hat sich entschieden, die Snyc-Logins von allen 1,7 Millionen Nutzern, die den Dienst im vergangenen Monat benutzten, zurückzusetzen, erklärte Opera, um absolut sicher zu sein, dass keine gestohlenen Daten missbraucht werden können. Die betroffenen Nutzer habe man bereits per Mail über die Zurücksetzung informiert, heißt es in einer Erklärung des Dienstes. Spannend ist dabei, dass die Passwörter von Opera eigentlich noch einmal kryptographisch geschützt sind. Der Roh-Datensatz ohne Schlüssel ist für die Diebe deshalb nutzlos – es sei denn, jener wurde auch erbeutet.

Andere Opera-Nutzer müssen nicht aktiv werden
Insgesamt 350 Millionen User zählt Opera in seinen unterschiedlichen Diensten. Die 1,7 Millionen User, die ihr Passwort ändern müssen, machen in der Folge gerade einmal 0,5 Prozent der gesamten Nutzerschaft aus. User von anderen Angeboten wie beispielsweise dem Opera Browser dürften sich allerdings fragen, ob sie nicht besser auch ihre Passwörter ändern sollten. Dies vereint das Haus: Niemand, der nicht Opera Snyc verwende, müsse aktiv werden.

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