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Millionen Smartphones über WLAN angreifbar

Fehlerhafter WLAN-Chip macht Smartphones angreifbar

Eine 100%ige Sicherheit für Smartphones gibt es nicht, dass beweisen immer wieder Sicherheitslücken, die auftauchen. Wie kürzlich bekannt wurde, weißt auch der Broadcom-WLAN-Chip, der in vielen Smartphones verbaut ist, eine große Sicherheitslücke auf. Mit einem Patch will Google diese Lücke nun schließen. Betroffen sind jedoch Android-Geräte, sondern noch weitere Modelle anderer Hersteller.

Welche Geräte sind betroffen?

Was genau das Problem ist, wurde von Google noch nicht bekannt gegeben. Klar ist jedoch, dass sämtliche Geräte mit dem Broadcom-WLAN-Chip betroffen sind, wodurch nicht nur die Geräte von Google gefährdet sind. Von dem Problem betroffen sind nahezu alle Samsung-Smartphones sowie einzelne Modelle der Hersteller HTC und LG. Dadurch sind weltweit bereits Millionen Nutzer gefährdet. Damit jedoch nicht genug, denn anscheinend wurde der Broadcom-WLAN-Chip auch bei iPhones verbaut. Apple hat sich zu der Sicherheitslücke bisher noch nicht geäußert.

Patch gegen Sicherheitsleck

Vom Hersteller des Broadcom-WLAN-Chips wurden bisher noch nicht viele Infos bekannt gegeben, diese sollen Ende Juli 2017 auf der Blackhat-Konferenz. Google selbst hält sich zu der bekannt gewordenen Sicherheitslücke vorerst auch noch bedeckt, hat aber bereits einen Patch raus gebracht. Die Sicherheitslücke des Broadcom-WLAN-Chips ist nicht die Erste in diesem Jahr, denn bereits im April 2017 wurde bekannt, dass die Chips des Herstellers Broadpwn fehlerhaft sind. Der Fehler macht Smartphones so angreifbar, dass sogar jeder beliebige Code auf den betroffenen Geräten ausgeführt werden kann und damit auch Tür und Tor für Schadsoftware geöffnet wird. Auf der Blackhat-Konferenz will der Hersteller selbst demonstrieren, wie über den fehlerhaften Chip die Geräte angegriffen werden können.

Was können betroffene Nutzer tun?

Der aktuelle Sicherheitspatch von Google schließt nicht nur diese Sicherheitslücke, sondern auch Lücken in älteren Android-Versionen wie Android 4.4.4, Android 5.x und Android 6.x. Von der aktuellen Sicherheitslücke sind die Chips der Baureihe BCM43xx betroffen. In jedem Fall sollten Smartphone-Nutzer unverzüglich den aktuellen Patch installieren, damit die Lücke geschlossen wird. Aufgrund der Tatsache, dass es vermutlich schon länger Probleme mit der Chip-Reihe gibt, ist nicht auszuschließen, dass sich bereits Schadsoftware auf dem Gerät befindet. Nutzer gefährdeter Geräte sollten daher prüfen, welche Anwendungen installiert wurden und welche Prozesse ausgeführt werden. Gegebenenfalls sollten Prozesse gestoppt werden, die unbekannten Ursprungs sind. Speziell, wenn das Gerät plötzlich einen überdurchschnittlich hohen Akku-Verbrauch hat oder ein gesteigerter Datentransfer zu verzeichnen ist, sollte das Gerät genauer überprüft werden. Gegebenenfalls sollten sich Nutzer an einen Fachmann oder an ihren Netzbetreiber wenden, denn möglicherweise sind auch sensible Daten wie Passwörter oder andere persönliche Daten gefährdet.

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